Plastik

Boy taking a look at plastics

Reduzieren, Wiederverwenden, Ersetzen, Recyceln - so gehen wir mit Plastik um

Wir haben eine Verantwortung gegenüber unserer Umwelt. Ein nachhaltiger Umgang mit Plastik spielt dabei eine wichtige Rolle. Unser Ansatz basiert auf vier Säulen: Reduzieren, Wiederverwenden, Ersetzen, Recyceln.

  • Wir reduzieren Plastikverpackungen wo immer möglich und investieren in Forschung und Entwicklung, um alternative Materialien, die einen angemessenen Ersatz darstellen, zu entwickeln.

  • Bis 2025 werden wir mindestens 25 Prozent des verwendeten Plastiks aus recyceltem Kunststoff herstellen – überall dort, wo das möglich und gesetzlich erlaubt ist.

  • Bis 2025 werden alle Plastikverpackungen zu 100% recycelbar oder wiederverwendbar sein. Wir werden die Verpackungen für die Verbraucher entsprechend klar kennzeichnen, damit das Plastik nicht im falschen Müll landet.

  • Wir arbeiten eng mit anderen in der Branche und mit den Behörden zusammen, damit wir diese Ziele erreichen - und zugleich die Sicherheit und Wirksamkeit unserer Health-Produkte gewährleisten können. So, wie das die Verbraucher und Patienten von uns gewohnt sind.

Wie wir zum Thema Plastik stehen

Plastik ist eines der am vielseitigsten einsetzbaren Materialien überhaupt. Das hat viele Gründe: sein geringes Gewicht, seine Flexibilität, seine Haltbarkeit, Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit und seine relativ geringen Kosten. Und vor allem: Es erlaubt eine sichere Verpackung für Lebensmittel, Getränke, Medikamente und für viele Haushaltsprodukte. Die inzwischen weit verbreitete Nutzung hat allerdings ihren Preis: Verschmutzung der Umwelt von der massenhaften Ansammlung in unseren Ozeanen bis hin zu den Millionen Tonnen von Plastik, die jedes Jahr auf den Müllkippen landen. Das Problem hat inzwischen wahrhaft globale Ausmaße, denn es dauert sehr lange, bis Plastik zerfallen oder biologisch abgebaut ist.

Wir als RB sind uns der positiven und negativen Aspekte von Plastik bewusst. Während wir Kunststoff als effizient und effektiv einzusetzende Ressource betrachten, versuchen wir daher, auf unnötiges Verpackungsmaterial zu verzichten. Und durch weitere Innovationen Müll zu vermeiden.

Ein Beispiel: Seit 2003 machen wir unsere Sprühflaschen gezielt umweltfreundlicher. Indem wir beispielsweise alle Metallteile entfernen. Dieses Jahr sind wir einen Schritt weiter gegangen und haben den Plastikverbrauch um 570 Tonnen pro Jahr verringert, indem wir die Sprühköpfe verkleinert haben. Bis Ende 2019 werden - mit einer einzigen Ausnahme - alle Sprühköpfe zu 100 Prozent recycelbar sein. Im vergangenen Jahr haben wir zudem unser Ziel erreicht, in unseren Werken keinerlei Müll mehr zu produzieren, der auf die Deponie muss. Wir müssen und wollen aber noch mehr tun.

Denn zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Plastik gehört nicht nur, weniger zu verwenden und es, wo möglich, durch umweltfreundlichere Materialien zu ersetzen. Es geht auch darum, so viel wie möglich dort wiederzuverwenden und zu recyceln, wo Kunststoffe gebraucht werden. Denn Plastik ist bei vielen Produkten bezüglich Sicherheit, Kosten und CO2-Fußabdruck die beste Lösung. Was nach der Nutzung geschieht, muss allerdings gelöst sein. Und klar ist: Wo Plastik durch Alternativen ersetzt werden kann, sollte das geschehen.

Wandel im Fokus

Wir haben uns klare Ziele gesetzt: Den Einsatz von Kunststoff bei unseren Marken wie Harpic, Finish, Scholl und Vanish generell möglichst reduzieren. Wir gehen nun aber einen Schritt weiter. Wir wollen, dass bis 2025 unsere Verpackungen zu 100 Prozent recycel- oder wiederverwendbar sind. Und dass mindestens 25 Prozent des verwendeten Plastiks aus recyceltem Kunststoff besteht, wo immer das Sicherheit und Vorschriften erlauben. Zusammen mit den Partnern in unserer Lieferkette entwickeln wir außerdem neue Optionen und investieren dafür in innovative Formate und Technologien für Verpackungen. Dazu zählt beispielsweise eine neuartige Aufschäumtechnologie als potenzieller Ersatz für Plastik.

Unsere Entwicklungsteams arbeiten verstärkt daran, völlig neue Alternativen und echte Innovationen zu entwickeln. Das wird den Einsatz von Kunststoffen völlig verändern, ebenso wie die Art und Weise, wie wir den Kunden unsere Produkte präsentieren.

Bei Arzneimitteln, medizinischen Geräten sowie Nahrungsergänzungsmitteln bewegen wir uns in einem gesetzlich streng geregelten Bereich. Der Einsatz von Plastik bei Verpackungen und in der Herstellung dient dem Zweck, sichere und zuverlässig wirksame Produkte in die Hände von Patienten und Verbrauchern zu geben.

So ist es beispielsweise schwierig, Blisterverpackungen für freiverkäufliche Medikamente durch eine sichere und bezahlbare Alternative zu ersetzen. Dafür sind strikte Testprozeduren zu durchlaufen und behördliche Genehmigungen nötig, die die Sicherheit und Eignung zweifelsfrei bestätigen. Aktuell überprüfen wir alle unsere Health-Produkte, um zu eruieren, wo und wie wir auf Plastik verzichten und durch welche möglichen Alternativen wir es ersetzen können.

Die Sicherheit der Patienten steht an erster Stelle. Darin sind wir uns mit anderen Herstellern, unseren Handelspartnern und den verschiedenen Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt völlig einig. Zugleich arbeiten wir in der Branche auch gemeinsam daran, die Regularien und Genehmigungsverfahren so weiterzuentwickeln, dass es einfacher wird, immer mehr auf Plastik zu verzichten.

Leitgedanke für den verantwortungsvollen Umgang mit Plastik ist die Idee der so genannten Kreislaufwirtschaft. Dabei wird von Anfang an berücksichtigt, dass verwendete Kunststoffe später möglichst einfach recycelt und neu verwendet werden können.

In vielen Ländern ist Recycling bereits heute möglich. Oftmals fehlt es aber noch an der passenden Infrastruktur, um die Kunststoffe effektiv zu trennen und zu sammeln. Wir arbeiten auch daran, dass sich hieran etwas ändert.

Wir arbeiten bereits mit der gemeinnützigen Organisation How2Recycle in den USA zusammen und haben nun auch eine Kooperation mit der international anerkannten Organisation On Pack Recycling Label in Großbritanniengestartet. So gewährleisten wir, dass unsere Produkte klar für das Recycling gekennzeichnet sind.

Wie wir gemeinsam Lösungen finden

Niemand kann die globale Herausforderung rund um Plastik alleine lösen. Eine Lösung ist aber möglich, wenn wir weltweit gemeinsam daran arbeiten.

Dies erfordert eine übergreifende Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen, Regierungen, Behörden und lokalen Gemeinschaften, Verbänden, Experten aus der Abfallwirtschaft, Zulieferern, Einzelhändlern, Verbrauchern und anderen Herstellern. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, eine solche Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Wir verstärken also unser Engagement für einen verantwortungsvollen Einsatz von Plastik. Allerdings tun wir das nicht erst seit heute. Viele dieser Initiativen haben sich bereits seit Jahren bewährt. Neu ist, dass wir transparent Einblicke in unser Engagement geben. Alle Interessierten sollen sich selbst einen Eindruck davon verschaffen können, wie wir uns um einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastik bemühen. Und dass wir auch die Verbraucher dazu anregen, Kunststoffe sorgfältig zu entsorgen. Verantwortung ist das Kernstück unserer Werte als Unternehmen. Nur so können wir unsere Mission erfüllen: Gesünderes Leben, glücklicheres Zuhause.

 

Klicken Sie hier, um unser vollständiges Positionspapier herunterzuladen (English)

Was wir konkret tun

  • Kleinere Verschlusskappen bei Harpic sparen 150 Tonnen Plastik pro Jahr
  • Kleinere Sprühköpfe sparen 570 Tonnen Plastik pro Jahr
  • Eine neugestaltete Verpackung für Scholl Velvet Smooth (elektrischer Hornhautentferner) spart 72 Tonnen Plastik
  • Kleinere Verschlusskappen und leichtere Flaschen bei Lysol (Sagrotan in Deutschland) sparen 245 Tonnen Plastik pro Jahr
  • Eine neu gestaltete Verpackung für unser Durex Play Gleitmittel spart 150 Tonnen Plastik pro Jahr
  • Leichtere Flaschen für Lizol Liquid in Indien sparen 107 Tonnen Plastik pro Jahr
  • Leichtere Flaschen für Harpic in Indien sparen 43,2 Tonnen Plastik pro Jahr
  • Ein neues Design der Finish ALL IN 1-Verpackung spart 140 Tonnen Plastik pro Jahr